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Bittet, so wird euch gegeben

“Euer Vater weiß, was ihr bedürft, bevor ihr ihn bittet.” Matthäus 6,8

“Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan, Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan. Wer ist unter euch Menschen, der seinem Sohn, wenn er ihn bittet um Brot, einen Stein biete? Oder, wenn er ihn bittet um einen Fisch, eine Schlange biete? Wenn nun ihr, die ihr doch böse seid, dennoch euren Kindern gute Gaben geben könnt, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die ihn bitten!” Matthäus 7,7-11

ich würde gerne beten

Wie gerne würde ich jetzt beten.
Wie gerne würde ich jetzt meine Gedanken aufschreiben.
Wie gerne würde ich jetzt etwas für mich tun.
Wie gerne würde ich jetzt meine Seele baumeln lassen.
Wie gerne würde ich jetzt in Farben meinen Gefühlen Ausdruck geben.
Wie gerne würde ich jetzt jemand in den Arm nehmen.
Wie gerne würde ich jetzt am Leben Spaß haben.
Wie gerne würde ich jetzt Streiche aushecken.
Wie gerne würde ich jetzt eine gute Tat tun.
ABER
Ich habe jetzt keine Zeit!
Mein Terminkalender ist voll!
Ich muß lernen!
Wenn ich mir für so etwas Zeit nehme, bekomme ich doch ein schlechtes Gewissen.
Ich habe jetzt gerade Steß.
Keine Zeit zum Reden.
Gefühl - heute nicht.
Spaß - morgen.
Ich habe doch noch soviel vor auf meinem Programmzettel.

STOP!
Für mich, für mein Leben, für Dich, für Gefühle, für Gespräche, für Gott,
zum Beten muß doch immer etwas Zeit sein. Soviel Zeit muß sein!

Martina Tiefenthaler (24) aus: Marcus C. Leitschuh (Hrsg.) Fit für Gott - Gebete und Texte junger Christen, Pattloch Verlag

Beten

Beten…Lieber Gott…

Ich habe so lange nicht gebetet,
denn ich hielt es immer für Aberglauben oder Kinderkram.
Ich weiß auch nicht, warum ich es jetzt gerade tue,
und auch nicht, ob es überhaupt richtig ist,
dass ich bete und wie ich bete.
Ich habe soviel auf dem Herzen
und mag es niemanden sagen aßer Dir.
Du kennst mich vielleicht besser als ich mich selbst.
Sonst denke ich beinahe, dass keiner mich richtig versteht.
Ich bin mir ja auch selbst oft ein Rätsel. Du kannst mir einen Weg zeigen,
und ich bitte dich, dass du es tust.
Entschuldige, dass ich nicht zuerst gedankt habe.
Ich habe gelernt, dass man das tun soll.
Ich danke dir, dass du mir überhaupt den Mund geöffnest hast,
und bitte dich: Tu es immer wieder und hilf mir. Amen.

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