Archiv der Kategorie Bekenntnis

Spät habe ich dich geliebt

Spät hab’ ich dich geliebt,
o Schönheit,
so alt und so neu,
spät dich geliebt!

Und siehe,
drinnen warst du und ich draußen,
suchte dich da
und warf mich auf all das Schöne,
das du gemacht,
und war doch selbst so hässlich.

Du warst bei mir, aber ich nicht bei dir.

Fernab hielt mich von dir all das,
was doch nicht wäre, wär’ es nicht in dir.

Da hast du gerufen,
geschrien,
den Bann meiner Taubheit gebrochen,
hast geblitzt,
gestrahlt
und meine Blindheit verscheucht.

Deinen Duft hab’ ich geatmet
und seufze nun nach dir.

Ich habe dich geschmeckt
und hungere und dürste nun.

Du hast mich berührt,
und ich bin entbrannt
in Verlangen
nach deinem Frieden.

aus: Aurelius Augustinus, Bekenntnisse

Christ werden

Herr Jesus Christus,
bisher habe ich ohne dich gelebt. Ich sehe ein, dass ich viele Fehler in meinem Leben gemacht habe und meine Schuld und Sünde mich von dir trennt. Bitte vergib mir meine Schuld. Übernimm du nun die Führung meines Lebens. Erfülle mich ganz mir deiner Kraft und der Fülle deines überfließenden Lebens, wie du es versprochen hast. Verändere mich so, wie du mich haben willst. Danke, dass du für meine Schuld am Kreuz gestorben bist und mir vergeben hast. Danke, dass du mein Gebet beantwortet hast und nun mein Herr und Erlöser bist. Amen.

Credo = ich glaube

Bekenntnis in Bildern
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie eine Schale ist,
wenn er jederzeit offen für meine Freude und mein Leid ist.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Brunnen ist,
wenn ich bei ihm wie Wasser Kraft schöpfen kann.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Wasser ist,
wenn er mich reinigt von meiner Schuld.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Wind ist,
wenn er mich sanft berührt und doch die Freiheit läßt.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Licht ist,
wenn er mir den Weg in meiner Dunkelheit zeigt.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie eine große Hand ist,
wenn er mich vor Gefahren beschützt.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Spiegel ist,
wenn ich selbst sehe, wie ich handeln sollte.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich wie ein Mosaik ist,
wenn ich ihn wie einzelne Steine erkennen kann.
Ich glaube an einen Gott,
der für mich unbeschreibbar ist,
auch wenn es noch mehr Bilder gäbe ihn zu beschreiben.

Christine Jesse (25) aus: Marcus C. Leitschuh (Hrsg.) Fit für Gott - Gebete und Texte junger Christen, Pattloch Verlag

Bekenntnis

Credo-ich glaube…Ich glaube an eine Welt, in der man weniger in schlauen Büchern als im Gesicht des Gegenübers liest.
Ich glaube an eine Welt, in der man Träume haben und leben kann, ohne sich dafür mit Drogen vollzupumpen.
Ich glaube an eine Welt, in der man keine Masken und falschen Fassaden mehr braucht.
Ich glaube an eine Welt, in der den Kindern Begriffe wie Hunger und Krieg völlig unbekannt sind.
Ich glaube an eine Welt, in der die Gänseblümchen die Betonparkplätze verdrängen und nicht umgekehrt.
Ich glaube an eine Welt, in der man auf leise Gitarrenklänge und nicht auf das Gedröhn von Preßlufthämmern hört.
Ich glaube an eine Welt, die von Glaube, Hoffnung und Liebe regiert wird und nicht vom Ziel, nach Macht und Geld zu streben.
Ich hoffe auf den Himmel auf Erden und auf den Menschen, der mit diesem Paradies umzugehen und es zu schätzen weiß.

Meike Schmitz (20) aus: Marcus C. Leitschuh (Hrsg.) Fit für Gott - Gebete und Texte junger Christen, Pattloch Verlag

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